OBERHAUSENER BRICHT GASBETONSTEINE DURCH HANDAUFLEGEN

von Olaf

Manfred Heldt aus Oberhausen (D) ist bekannt für Kampfkunstrekorde. 2018 sprang der technische Redakteur mit Kampfkunst-High-Kick in luftige Höhe, 2022 und 2023 perforierte er Glasscheiben mit Nadeln – zuerst nicht-erschwert, dann mit verbundenen Augen. Am 26. August 2023 wollte Manfred einen weiteren Weltrekord holen. 

Die »meisten durch seitliches Handauflegen zerbrochenen Gasbetonsteine« war hierfür die Kategorie seiner Wahl. Das Zerbrechen von Gasbetonsteinen ist in der Kampfkunstszene ein beliebter Test, um Technik, Körperkontrolle und Schlagkraft zu testen. Manfred Heldt setzt bei seinem Vorgehen jedoch nicht auf ein herkömmliches Zerschlagen der Steine durch Schläge oder rohe Gewalt, stattdessen hat der Rekordjäger eine eigene Technik für sich gefunden.

Macht Heldts Technik den Unterschied?

Dabei steht Heldt mit ausgestrecktem Arm neben einen Stapel Gasbetonsteine und legt seine Hand auf den obersten Stein. Es folgt ein langer Moment tiefer Konzentration, dann – ohne Ausholen und ohne sichtbare Bewegung der Hand zerbrechen die gestapelten Steine von oben nach unten in einer dominogleichen Kettenreaktion. So die Theorie. Doch wie viele Gasbetonsteine im Stapel kann der Kampfkünstler tatsächlich mit dieser Technik zerbrechen?

Einen ersten Vorgeschmack auf seine Möglichkeiten zeigte Manni im TV bei »Was kann der Mensch? – Die Hirschhausen-Show« (ARD, D). In der Folge vom 6. Mai 2023 zerbrach er im Studio 15 Gasbetonsteine auf seine Art.

Testlauf in TV-Show

Eine beeindruckende Leistung, jedoch noch nicht genug für einen Weltrekord. Diesen wollte Manfred Heldt am 26. August 2023 nach Hause holen und hatte RID-Rekordrichter Olaf Kuchenbecker ins Fitnessstudio AI Fitness Oberhausen eingeladen, das gemeinsam mit Heldts Arbeitgeber PLEdoc den Rekordversuch unterstützte. Dort waren 24 Gasbetonsteine mit kleinen Hölzern als Abstandshalter aufeinandergeschichtet, 20 davon musste Heldt zerbrechen, um den Weltrekord in dieser Kategorie zu erzielen.

Als sich der Rekordjäger konzentriert, ist es mucksmäuschenstill im Raum – bis sein Kampfschrei die Stille durchbricht. Plötzlich zerbrechen alle 24 aufeinandergestapelten Steine in zwei Teile und die Brocken fallen mit Getöse auf den Boden. Rekordrichter Olaf Kuchenbecker braucht nicht zu zählen und zeichnet Manfred Heldt direkt mit der RID-Rekordurkunde aus:

Dieser erzielt mit 24 Stück den Weltrekord für die »meisten durch seitliches Handauflegen zerbrochenen Gasbetonsteine«. Nach dem Rekordversuch dürfen sich alle Zuschauer einen Steinbrocken als Erinnerungsstück mitnehmen. Für Heldt ist die offizielle RID Rekordurkunde und die damit verbundene Freude über seine neue Weltbestleistung die schönste Erinnerung an diesen Tag.

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