HANDBALL-MARATHON IN HAMBURG

von Olaf

Die Handballer des T.H. Eilbeck e.V. in Hamburg (D) hatten »Blut geleckt«, als sie im Frühjahr 2025 ein 24 Stunden dauerndes Handballspiel organisierten. Im Mai 2026 wollten sie »eine Schippe drauflegen« und in einem noch längeren Spiel versuchen, den offiziellen Weltrekord für das »längste Handball-Spiel« in die Hansestadt zu holen.

In einem 72 Stunden dauernden Spiel wollte der Verein den bisherigen 70-stündigen Weltrekord übertrumpfen, der 2001 in den Niederlanden erzielt worden war. Am Freitag, dem 22. Mai 2026 um 16 Uhr wurde der Eilbecker Rekordversuch mit dem Anpfiff des Langzeitmatches gestartet.

In den nächsten 3 Tagen war die Sporthalle Wandsbek durchgehend für Interessierte und Schaulustige geöffnet, während »Team Blau« auf dem Feld gegen »Team Weiß« spielte. Die Spielenden beider Mannschaften wurden fließend ein- und ausgewechselt, so dass das ein pausenloser Ablauf des Matches gewährleistet wurde, die Teilnehmenden aber nicht länger als maximal eine Stunde am Stück spielen mussten.

Handball für alle

Am Rekordversuch beteiligten sich insgesamt über 500 Spielerinnen und Spieler. Von den »Minis«, über Jugendmannschaften bis hin zu Erwachsenen, trugen alle etwas zum Rekordversuch bei. Auch »Freiwurf Hamburg«, eine inklusive Handballliga, in der Personen mit und ohne Behinderung gemeinsam in Rollstühlen Handball spielen. Deren Vorsitzender Martin Wild zeigte sich begeistert, Teil des Weltrekordversuches zu sein. Ebenso Andreas Dietterle vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband, der mit seinen Teammitgliedern große Begeisterung hervorrief.

Die wohl prominenteste Person auf dem Feld war Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, die sich am Montagnachmittag persönlich auf dem Feld beteiligte. Die letzten 2 Stunden des Rekordversuches wurden von den Bundesliga-Schiedsrichtern Jannik Otto und Raphael Piper gepfiffen.

Ein epischer Abschluss

Auch wenn die Spielenden auf dem Feld regelmäßig getauscht wurden, gab es einige, die die gesamte Zeit anwesend, oder sogar wach waren. Selbst nachts waren Motivation und Energie groß bei den Spielenden, selbst die Ränge waren nie ganz leer.

Am Montag, dem 25. Mai 2026 um 14 Uhr wurde der bisherige Weltrekord von 70 Stunden gebrochen und bejubelt, doch das Ende kam erst später. Kurz vor 16 Uhr wurde in der Sporthalle gemeinsam heruntergezählt dann ertönte der erlösende Pfiff, worauf alle das Spielfeld stürmten und sich gegenseitig in den Armen lagen.

RID-Rekordrichter Olaf Kuchenbecker zertifizierte den neuen Weltrekord offiziell und zeichnete Organisatorin Julia Nikoleit mit der RID-Rekordurkunde aus. Die Handballabteilung des T.H. Eilbeck erzielte somit am 25. Mai 2026 in der Sporthalle Wandsbek in Hamburg (D) mit der Spieldauer von 72 Stunden den Weltrekord für das »längste Handball-Spiel«. »Das war episch, Danke schön!«, gab Julia Nikoleit nach der Urkundenzeremonie zu Protokoll.

Übrigens: »Team Blau« konnte das Match mit 2.412 zu 2.208 Toren für sich entscheiden.

Fotos: Sascha Klahn (3); T.H. Eilbeck (1); RID/ Lisa Nowakowski (1)

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