Im Rahmen des Weltreanimationstages am 16. Oktober 2025 leistete die »Rotkreuz-Abteilung Bludenz – St. Gallenkirch – Sonntag« einen außergewöhnlichen Beitrag, um das Thema Erste Hilfe stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Und ganz nebenbei schrieben sie mit ihrer Aktion auch noch Weltrekord-Geschichte.
Für den Zeitraum von 60 Stunden reanimierten die Teilnehmenden auf dem Vorplatz des Zimbapark Shopping-Center in Bürs (A) ohne Unterbrechung abwechselnd eine Erste-Hilfe-Puppe mit Herzdruckmassage und Beatmung. Mit dieser Zeit gelang der engagierten Rotkreuz- Abteilung der offizielle RID-Weltrekord für die »längste Reanimation (Staffel)«. Der erfolgreiche Weltrekordversuch dauerte von Donnerstagmorgen bis Samstagabend und wurde von zahlreichen Freiwilligen aus der Region unterstützt.
Ununterbrochene Herz-Lungen-Wiederbelebung im Wechsel
Ohne diese Freiwilligen wäre der Weltrekordversuch nicht möglich gewesen. Schließlich mussten die 50-Stunden-Dauer-Reanimation aus Boizenburg (D) übertroffen werden, um den Weltrekord nach Österreich zu holen. Im Mittelpunkt des Rekordversuches stand eine Attrappe, die dafür ununterbrochen »am Leben« gehalten werden musste. Die Herz-Lungen-Wiederbelebungs-Routine bestand aus jeweils 30 Kompressionen des Brustkorbs und zwei Beatmungen – immer und immer wieder.
Nach einer kurzen Einweisung durften alle teilnehmen – sogar ganze Schulklassen und Vereine kamen vorbei, um das Österreichische Rote Kreuz zu unterstützen. Dies zeigt, dass jeder von uns Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten kann. Im Ernstfall können diese Maßnahmen lebensentscheidend für die betroffene Person sein.
Während des Weltrekordversuches war es organisatorisch schwierig, die Nächte mit ausreichend Freiwilligen zu besetzen. Insofern sprangen nachts vor allem Organisationen wie Feuerwehr und Wasserrettung sowie Sanitäter und Sanitäterinnen ein.Feierliche Weltrekord-Zertifizierung für Dauer-Reanimation
Am Samstagmorgen war der alte Weltrekord gebrochen, doch man wollte noch bis zum Abend durchhalten. RID-Rekordrichter Lasse Philippeit war nach Österreich gekommen, um die letzten Stunden des Weltrekordes vor Ort zu begleiten. Am 18. Oktober 2025 um 18 Uhr wurde Philippeit dann amtlich:
Mit 60 Stunden erzielte die »Rotkreuz-Abteilung Bludenz – St. Gallenkirch – Sonntag« den Weltrekord für die »längste Reanimation (Staffel)«. Sofort wurden die Organisatoren mit der verdienten RID-Rekordurkunde ausgezeichnet.
Mit dieser außergewöhnlichen Aktion wurde eindrucksvoll bewiesen, dass jeder Mensch Leben retten kann und dass gemeinsames Engagement Großes bewirkt.Fotos: Österreichisches Rotes Kreuz






