MÜNCHNER ZWILLINGE MIT SITZFLEISCH UND WELTREKORD

on Mai 31 | in HIGHLIGHTS, REKORDE, SPORT, SPIELE & ZEITVERTREIB | by | with Kommentare deaktiviert für MÜNCHNER ZWILLINGE MIT SITZFLEISCH UND WELTREKORD

Rutschen sind ein Highlight auf jedem Kinderspielplatz, finden dort aber nicht zwingend Verwendung als Sportgerät. Die eineiigen Zwillinge Julia und Stephanie Mueller aus München (D) wagten sich allerdings an einen sehr sportlichen Weltrekordversuch, bei dem dieses Spielgerät notwendig war. Schauplatz war die Röhrenrutsche in der Erlebnisholzkugel in Steinberg am See (D). Hierbei handelt es sich um einen kugelförmigen hölzernen Aussichtsturm, in dem innen eine Rutsche angebracht ist. In maximal 24 Stunden wollten die Zwillinge diese Rutsche so oft wie möglich heruntersausen, um so den Erstrekord der neuen Rekordkategorie für die »weiteste Strecke im 24-Stunden-Dauerrutschen (2er-Team)« zu erzielen.

Zwillinge aus München wollen Weltrekord im 24-Stunden-Dauerrutschen

Sportlich ist dies allemal, denn nach jedem Rutschdurchgang müssen Weltrekordversuchende den Rundweg der Holzkugel zu Fuß erklimmen, bis zum Startpunkt der Rutsche, der sich ganz oben in der Kugel befindet. Bei jedem 700 m langen Aufstieg müssen 6 % Steigung überwunden werden.

Mindestens 125 Mal müssen die »Squattwins«, wie sie sich auf Instagram nennen, den Weg hoch zur Rutsche bewältigen und die 80 Meter lange Rutsche nach unten nehmen, um die für einen Erstrekord geforderten 10 Kilometer Rutschstrecke zu erreichen. Dieser Wert muss kumuliert und gemeinsam erreicht werden – ein echter Team-Weltrekord also. Ganz nach dem Geschmack von Julia und Stephanie, die nach eigenen Angaben geborene Teamplayer sind. Um sich gezielt auf die sportliche Komponente des Weltrekordversuchs vorzubereiten, haben sie ihr regelmäßiges Krafttraining um Cardio-Einheiten erweitert.

Weltrekordversuch trotz Corona-Maßnahmen und nächtlicher Ausgangssperre

Am 30. April 2021 startete der Weltrekordversuch um fünf Uhr morgens. Schon vor Start war klar, dass die Weltrekord-Zwillinge unter erschwerten Bedingungen antreten müssen. Denn aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen und der verhängten Ausgangssperre konnte der Rekordzeitraum von 24 Stunden nicht vollständig ausgeschöpft werden. Die Schwestern mussten die erforderlichen 10 Kilometer daher bis 22 Uhr erreichen, um die Ausgangssperre zu befolgen, hatten also nur 17 Stunden zur Verfügung.

So war die Anspannung von Beginn an groß, doch das gute Wetter und die anhaltende Motivation überwogen. Runde um Runde rutschten die beiden ihrem Weltrekord entgegen. Bereits am Nachmittag hatten sie die Mindestanforderung erreicht. Die Kraftsportlerinnen nutzten die verbleibenden Stunden, um die Weltrekordmarke noch weiter in die Höhe zu treiben.

Wie hoch können Julia und Stephanie den Weltrekord schrauben?

Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen zertifizierte das Rekord-Institut für Deutschland den Weltrekord für die »weiteste Strecke im 24-Stunden-Dauerrutschen (2er-Team)« mit 13,76 kumuliert gerutschten Kilometern. Julia und Stephanie Mueller wurden im Nachhinein mit persönlichen Weltrekordurkunden ausgezeichnet. Übrigens: Beim erfolgreichen Weltrekord legte jede der Schwestern eine Laufstrecke von 43 Kilometern zurück, was länger ist, als die bei einem Marathon gelaufene Distanz.

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