Wollte man Tiere aus der Eiszeit aufzählen, wäre das Mammut wohl eines der ersten, an das man denkt. Viele Kinder kennen das Tier in erster Linie aus der animierten Filmreihe »Ice Age«. Nun können sie es auch in einer gehäkelten Ausführung im »Ruhr Museum« in Essen (D) bestaunen – in riesiger Größe.
Das Ruhr Museum hat den Weltrekordversuch gemeinsam mit dem Verein »Zeit für Solidarität e.V.« veranstaltet. Den Organisatoren ging es unter anderem darum, museumsferne Personen einzubeziehen und eine allgemeine Begeisterung für das Thema Eiszeit zu wecken. Und was eignet sich dafür besser, als Teil eines Weltrekordes zu werden?
Eine Mammutaufgabe
Aus insgesamt über tausend gehäkelten Quadraten sollte das Mammut entstehen. Über mehrere Monate hinweg kamen dutzende Menschen regelmäßig zusammen, um bei Kaffee und Gebäck gemeinsam zu häkeln und so ihren Beitrag zum Weltrekord zu leisten.
Das Ganze fand im Rahmen der vom »Zeit für Solidarität e.V.« veranstalteten Strickcafés statt – nun angepasst als »Häkelcafé«. Bei diesen Treffen lagen flauschige braune Wolle und Häkelnadeln bereit sowie Anleitungen zur Produktion. Entsprechend konnte man auch ohne Vorkenntnisse teilnehmen und beim Erstellen der Häkelquadrate helfen. Anschließend wurden diese miteinander verbunden und über ein Gerüst gezogen. Dieses wurde vom Künstler Stefan Demming aus Holzstangen, Schaumstoff und Molton von Hand gebaut.(Prä-)Historische Maße
Im Rahmen der Sonderausstellung »überLeben in der Eiszeit« wird das fertige Mammut als dessen Maskottchen bis Januar 2027 im Museum präsentiert. Es ist 4,20 Meter lang, 1,37 Meter breit und 2,66 Meter hoch. Mit diesen Maßen holen das Ruhr Museum und »Zeit für Solidarität e.V.« den Weltrekord für das »größte gehäkelte prähistorische Säugetier«.
Feierlich wurde das Mammut am 7. Mai 2026 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die RID-Rekordurkunde wurde von Ilkiz Şentürk, Vorsitzende des Vereins Zeit für Solidarität, und Dietmar Osses, stv. Direktor des Ruhr Museums, stellvertretend für alle Beteiligten entgegengenommen.Fotos: Ruhr Museum / Christoph Sebastian (6), Ruhr Museum / Katharina Diekman (1)






