FRIEDENS-WELTREKORDE AN HAMBURGER GEDENKSTÄTTE

von Olaf

Der Rest der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg (D) ist etwas ganz Besonderes. Das heutige Mahnmal wurde im zweiten Weltkrieg durch amerikanische und britische Luftangriffe schwer beschädigt. Von dem gotischen Bauwerk ist dabei lediglich eine eindrucksvolle Ruine übriggeblieben.

An diesem erinnerungskulturellen Ort hatte »Ideen-im-Team« – unterstützt von der Behörde für Schulen und Berufsbildung – die Durchführung von drei Friedensaktionen geplant. »Ideen-im-Team« ist eine Privatinitiative von Engagierten, die soziale Projekte in Hamburg durchführt. Zwei dieser an der Nikolaikirche durchgeführten Projekte sollten ein Zeichen für Toleranz und Respekt setzen. Zugleich waren sie offizielle RID-Weltrekordversuche, die gemeinsam mit dem Förderkreis St. Nikolai e.V. organisiert wurden.

Friedenstauben und Mehrfachsteckdosen

Mit der Aktion »Lights of Freedom« sollten mindestens 200 Strom-Steckerleisten miteinander verbunden werden. Durch sie sollte der Strom hoch in den Kirchturm fließen und dort eine aus Lichterketten gebastelte Friedenstaube zum Leuchten bringen. Am 8. Mai 2024 wurden dazu 208 vorab gesammelte Mehrfachsteckleisten zu einer 347,10 Meter langen Kabelkette zusammengesteckt – neuer Weltrekord für die »längste zusammengesteckte Reihe von Mehrfachsteckdosen«.

Diese Reihe soll symbolisch zeigen, dass eine Gesellschaft mit Zusammenhalt mehr erreichen kann. Im Rahmen der Aktion »Frieden am seidenen Faden« wurde dagegen eine ganz andere Kette geplant.

Friedensaktionen und Weltrekorde mit klarer Botschaft

Diese bestand aus Friedenstauben, die als Umrisse aus Aluminiumdeckeln von Joghurt- und Puddingbechern ausgeschnitten und anschließend auf eine Angelsehne aufgezogen worden waren. So entstand eine 6,80 Meter lange Taubengirlande aus 8.560 Friedenstauben –Weltrekord für die »meisten zur Kette aufgereihten Friedenstauben aus Aluminium«. Damit sollte symbolisiert werden, dass unser Frieden lediglich am seidenen Faden hänge.

An den Projekten hatten Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Hamburger Schulen teilgenommen, die sich nun auf ihre persönliche RID-Rekordurkunde für den Klassenraum freuen.