TEUERSTES BUCH DER WELT STROTZT VOR DRUCKFEHLERN

on Oktober 17 | in KUNST & UNTERHALTUNG, REKORDE | by | with No Comments

Das amerikanische Buch »Bay Psalm« aus dem Jahre 1640 strotzt nur so vor Druckfehlern, die Farbqualität ist mehr als unregelmässig und sogar die Reihenfolge einiger Seiten wurde vertauscht. Auf einem Seitenrand ist unten sogar zu lesen: »Dreht diese Seite um.« Trotz dieser Unzulänglichkeiten ist das Kirchenbuch das erste Buch überhaupt, das in den Vereinigten Staaten gedruckt wurde. Am 26. November 2013 wurde es zum Rekordpreis von 10,5 Mio. EUR bei Sotheby’s versteigert und ist damit das »teuerste auf einer Auktion verkaufte Buch«.

Sein Wert erklärt sich mit der  Seltenheit des Werks. Von den ursprünglich 1.700 gedruckten Exemplaren des 300 Seiten starken Büchleins, das eher unscheinbar wirkt und zur damaligen Zeit von puritanischen Siedlern angefertigt wurde, sind weltweit nur noch elf erhalten. David Rubenstein, Investmentbanker und Gründer des Private-Equity-Unternehmens Carlyle Group, hat das alte Stück nun durch seinen Kauf zum teuersten Buch aller Zeiten gemacht. Der Milliardär will der Öffentlichkeit das Buch zukünftig in Museen zugänglich machen.

Es gilt als eine Neuübersetzung des hebräischen Buchs der Psalmen. Offenbar hatten die puritanischen Siedler der europäischen Version nicht getraut und eine eigene Übersetzung in Auftrag gegeben.

Schon der Einstiegspreis bei der Auktion in New York lag bei 6 Mio. US-Dollar. Der höchste Preis, der bislang bei einer öffentlichen Versteigerung für ein Buch erzielt wurde, lag bei 11,5 Mio. US-Dollar und wurde 2010 für eine Ausgabe von »Bird of America« von Autor John James Audubon gezahlt.

Das angebotene Exemplar stammt aus der Old South Church in Boston, die sich nicht grämen muss, da sie noch ein weiteres Exemplar besitzt.  Um Kirchengebäude sanieren zu können, habe man das Buch verkaufen müssen, berichtete die Deutsche Welle.

Fotos: Old South Church, Boston

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