HOCHPROZENTIGE VIELFALT

on Januar 29 | in MENSCH & LEISTUNG, REKORDE | by | with No Comments

Fernab des Landes der Gin-Kenner feiert man im beschaulichen Kufstein in Tirol (A) einen Weltrekord, der britischer nicht sein kann. Denn mit hochprozentigen Tropfen von aktuell 524 bestätigten Produzenten aus aller Welt, ist die Speakeasy-Bar »Stollen 1930« seit November 2014 die Bar mit der »umfangreichsten Gin-Karte der Welt«, hat also die »meisten Ginsorten im Ausschank«.

Ein Rekord, der im Rahmen eines ständigen Wettkampfs durch Europa tourt. Denn zunächst hielt den Rekordtitel lange Zeit eine Spelunke in Spanien, die im Ausschank 167 verschiedene Wacholderbrände bereit hielt. Am 16. August 2014 ging der Rekord dann zurück ins Land des Gins. Das »Old Bell Inn« im beschaulichen Delph in Saddelworth (GB) hielt kurzfristig mit 404 verschiedenen Sorten die mit Abstand »meisten im Ausschank erhältlichen Ginsorten« vor. Doch Spanien legte nach, und so ging der Titel zurück zum »Doce Gin Club« nach Valencia (E), wo Jorge Battaler 429 Ginsorten im Sortiment zählen konnte. Das »Old Bell Inn« kam zuletzt übrigens auf 430 verschiedene Ginsorten.

Doch zurück nach Kufstein. In nur knapp 12 Monaten ist dem »Stollen 1930« ein Weltrekord gelungen, den man ihm angesichts vielfältiger Konkurrenz diverser Kultbars zwischen Berlin und New York überhaupt nicht zugetraut hätte. »Eine trinkbare Gin-Bibliothek« hatte das Barfachmagazin Mixology dem Team aus Kufstein sogar kürzlich bescheinigt. Doch die Konkurrenz bleibt hochprozentig ambitioniert. Auf der Insel und in den Bergen werden nun 1.000 Ginsorten angestrebt. Na, dann mal: Prost!

Die Erfolgsgeschichte des Gin geht übrigens auf einen Deutschen Arzt aus Hanau zurück. Francois de la Boe entwickelte um das Jahr 1650 herum einen Tropfen auf Basis von Alkohol und Wacholder, der gegen Magenbeschwerden helfen sollte. Er nannte seine Medizin Genever, ein Name, der auch heute untrennbar mit Gin verbunden ist. Allerdings sollte der Magenretter keine pharmazeutische Erfolgsgeschichte werden, sondern schon bald als Basisgetränk in die Tavernen Hollands einziehen. Vielleicht eine medizinische Fehlinterpretation, aber dennoch hilfreich:

Elizabeth Bowes-Lyon, eher bekannt als Queen Mum, ist mit ihrer Vorliebe für Gin und Pferdewetten immerhin fast 102 Jahre alt geworden und trieb sich eher selten in Tavernen rum.

 

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